Hotel Rosenaue in Thermalbad Wiesenbad

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Anreise nach Thermalbad Wiesenbad im Erzgebirge

1501 Rosenau
1791 Wiesenbad
1956 Gemeinde Thermalbad Wiesenbad

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen die Historie unseres Bades, Ortes und unseres Hauses kurz vorstellen. Vielleicht können wir Sie mit unserer Geschichte etwas neugierig auf unseren Ort machen.

Eine alte Sage erzählt uns von einen alten Mann, vielleicht war es ein Schäfer, der um 1496 das sprudelnde Wasser entdeckt haben soll. Fortan badete er seine kranken Beine darin und hat so eine Linderung seiner Schmerzen gespürt.
Dieses Wunder erzählte er im ganzen Lande.
Damals gehörte die Rosenau noch zum Rittergut Wiesa, das seit 1478 urkundlich erwähnt wird, seitdem wechselten die Besitzer des Bades laufend.
Dieses können Sie auch in der Wandelhalle der Reha - Klinik nachlesen.

Erst als die Familie Eisenstuck im Besitz des Bades kam und somit nach Wiesenbad, wird es auch für unser Haus interessant. Der 20. Besitzer war, von 1817 bis 1848, August Gottlob Eisenstuck, Bürgermeister zu Annaberg, Kaufmann und Handelsherr. An die 21. Stelle trat nach dem Tod von August Gottlob Eisenstuck, Frau Karoline Eisenstuck, verehelichte Wecke. Sie war Besitzerin von 1848 - 1863 und in dieser Zeit, als die bürgerlichen Familien Eisenstuck und Wecke das Bad in Besitz hatten, wurden sämtliche Gebäude ausgebessert und erneuert, zeitgemäß umgebaut und erweitert.
Am 06.Sept. 1854 wurde das damalige Badehaus und das Gasthaus durch ein Großfeuer vollständig vernichtet. Das heutige große massive Badehaus, sowie das Kurhotel (heutiges Kurhaus) wurde daraufhin 1857 in der jetzigen Form mit dem Turm erbaut.
Auf den Grundmauern des Gasthauses entstand 1854 - 1857 die heutige Wandelhalle.

Aber nicht vom Bad wollte ich Ihnen berichten, vielmehr war mir wichtig die Eisenstucksche Familie zu erwähnen, da sie indirekten Einfluß auf die geschichtliche Entwicklung unseres Hauses hatte. Denn während Rosenau seit 1501 nur aus den Häusern des Badekomplexes und der zum Rittergut Wiesa gehörenden Mühle und Schäferei bestand, entwickelte es sich im vergangenen Jahrhundert zu einem Industrieort. Am 26. August 1859 gründete Jakob Bernhard Eisenstuck das Annaberger Unternehmen der Flachsindustrie. Auf die Dauer erwies es sich jedoch als nicht lebensfähig und der Betrieb wurde 1875 wieder eingestellt.

Herr Johann Gottfried Meyer zu Amsterdam, ein geborener Braunschweiger, der schon seit Jahren enge Beziehungen zu Sachsen unterhielt, erstand am 27. Februar 1877 den stillgelegten Betrieb.
Unterstützung bekam er von seinen engsten Freunden, dem Dresdner Kaufmann Eduard Lohse und seinem Vetter Otto Polemann, ebenfals ein Braunschweiger später in Annaberg lebend als Garnhändler. Otto Polemann war der Besitzer der Leinengarnbleiche in Wiesenbad. Diese brachte er als Sacheinlage mit in das neue Unternehmen ein.
In den letzten Jahren ihres gemeinsamen Schaffens entwickelte sich das Unternehmen zu einem der Größten im oberen Erzgebirge.
Da in Wiesenbad kaum Menschen wohnten, wurde es notwendig, immer mehr Arbeitskräfte nach Wiesenbad zu ziehen. Sie sollten auch in Wiesenbad ansässig werden und für die Fabrik einen festen Arbeiterstamm bilden. Zuerst wurden in der "Mühle" Arbeiterwohnhäuser errichtet, dann die "Roten Häuser" und an der Schulstraße einige, wobei unser Haus 1883 als ein Beamtenhaus erbaut wurde.
Die Unternehmer schickten Agenten nach Polen und Böhmen um Mädchen als Spinnerinnen für die Flachsspinnerei anzuwerben. So entstanden eine Reihe neuer Familien und auch die Kinderzahl nahm zu.

In alten Aufzeichnungen fand ich diese einfache Bemerkung:

Seit dem 07. November 1889 hat der Ortsteil Wiesenbad (bis 31. Dezember 1955 Ortsteil von Wiesa) eine Filialschule. 45 schulpflichtige Kinder hatte Wiesenbad, als der damalige Schulausschuß von Wiesa die Einrichtung einer Filialschule beschloß. In dem Haus Schulstraße Nr. 5 wurden ein Schulzimmer und die Hilfslehrerwohnung eingerichtet. Laut Vertrag hatte die Flachsspinnerei für Subsellien (Bänke) und sonstiges Inventar zu sorgen. An dieser Filialschule war als Hilfslehrer, neben einigen anderen Herren, von 1893 bis 1896 der Adam - Ries - Forscher Fritz Deubner tätig. Fritz Deubner schrieb die Biographie unseres großen Rechenmeisters Adam Ries. Im Jahre 1896 setzte man sich bereits wieder zusammen, weil die Zahl der Schulkinder auf 100 angewachsen war. Der Ortsteil hatte damals 500 Einwohner. Der Bau eines Schulhauses, gegenüber des Hauses Schulstraße 5, wurde beschlossen. Das neue Schulgebäute wurde 1897 eingeweiht und war bis 1981 die Oberschule Wiesenbad.

Noch einmal zurück zur Geschichte des Bades. Sie merken schon beim lesen, daß man beides nicht trennen kann. Die Besitzer der Flachsspinnerei Meyer und Co. traten nämlich an die 24. Stelle als Besitzer des Bades. Sie erwarben es im Jahre 1896 käuflich. Da das Bad durch die hohe Heilkraft weit und breit von Jahr zu Jahr immer mehr bekannt wurde, so daß es schließlich für den beständig größer werdenden Antrang von heilungssuchenden Kranken nicht mehr ausreichte, modernisierte die Firma Meyer und Co. das Bad weiter und ließ 1919 durch den Wünschelrutengänger Otto Edler von
Graeve, Gernrode am Harz nach einer weiteren Erschließung von Thermalwasser forsche. Gleich nach der Besitznahme wurde die alte Quelle in einen gemauerten Brunnen von kreisrunden Querschnitt und 12 Metern Tiefe neu gefaßt. Die Ergiebigkeit der Quelle betrug nach der Neufassung 226 Liter pro Minute.

In unserem Haus Schulstraße 7 wurde 1922 das Dachgeschoß um- und ausgebaut und es war bis 1996 Wohnhaus für Arbeiter der Flachsspinnerei. 1996 haben wir, die Familie Bernstein, das Haus von der Gemeinde käuflich erworben und im Herbst mit dem Um - und Ausbau begonnen. Ein Halbes Jahr später, zu Ostern 1997 haben wir unser Hotel Familie Bernsteinmit Restaurant feierlich eingeweiht und eröffnet.

Noch eine Neuerung gibt es seit 1999:
Wiesenbad wurde der Titel "Ort mit Heilquellenkurbetrieb" anerkannt und ist somit auf guten Weg ein Kurort zu werden. Weiterhin wurden durch die Eingemeindung die Ortsteile Wiesa, Neundorf, Schönfeld und Thermalbad-Wiesenbad zu der Gemeinde Thermalbad-Wiesenbad zusammengelegt. Seit 2005 trägt unsere Gemeinde den Namen Thermalbad-Wiesenbad.

Vielen Dank für Ihr Interesse

Ihre Elke Bernstein nebst Familie und Mitarbeiter